Die Prüfung
Wer prüft, wie du dich anmeldest, was es kostet und wie der Prüfungstag abläuft. Alle Angaben stammen von der Fernmeldebehörde und sind verlinkt.
Wer prüft und welches Zeugnis du brauchst
Die Flugfunkprüfung nimmt das Fernmeldebüro ab. Das Zeugnis kann ab dem vollendeten 16. Lebensjahr ausgestellt werden. Es gibt drei Arten:
| Zeugnis | Wofür | Sprache |
|---|---|---|
| BFZ | Sichtflug (VFR), nur innerhalb Österreichs | Deutsch |
| EFZ | Sichtflug (VFR), Funk auch auf Englisch | Deutsch und Englisch |
| AFZ | Instrumentenflug (IFR) | Deutsch und Englisch |
Wer auch über die Grenze fliegen oder auf Englisch funken will, braucht mindestens das EFZ. Das BFZ gilt nur in Österreich.
Quelle: Fernmeldebehörde, Flugfunk, Stand 19.10.2026
So läuft der Prüfungstag
- Ausweis. In Wien meldest du dich beim Security-Schalter mit amtlichem Lichtbildausweis und der Einladung an. Für die Prüfung selbst wird ein zweiter Ausweis verlangt, notfalls reicht eine Kopie des ersten.
- Kommission. Es prüfen zwei Prüfer: einer für Recht und Technik, einer für Fertigkeiten und Sonderbestimmungen. Höchstens vier Kandidaten werden gemeinsam geprüft, das dauert für alle zusammen etwa eine Stunde.
- Praktischer Teil. Ein Funkverkehr zwischen Pilot und Flugsicherung wird an einem Beispiel durchgespielt. Beim EFZ und AFZ ist ein Teil davon auf Englisch, das BFZ wird nur auf Deutsch geprüft.
- Übersetzung (nur EFZ und AFZ). Ein englischer Text wird ins Deutsche übersetzt, ausnahmslos in diese Richtung, auch für englische Muttersprachler.
- Multiple Choice. Recht, Technik und Sonderbestimmungen werden schriftlich geprüft. Die Fragen stammen aus den veröffentlichten Fragenkatalogen.
- Ergebnis. Es wird gleich im Anschluss verkündet, und du bekommst das Zeugnis ausgehändigt.
Die Prüfung ist öffentlich. Du kannst vorher als Zuhörer dabei sein, allerdings nur nach Terminvereinbarung mit dem Fernmeldebüro.
Quelle: Fernmeldebehörde, Flugfunk: Prüfungsablauf und FAQ, Stand 19.10.2026
Anmeldung
Du schickst die Unterlagen per Post an den Prüfungsort, den du dir aussuchst. Vorab kannst du sie per E-Mail schicken, um einen Termin zu reservieren.
- Antragsformular, ausgefüllt und unterschrieben
- 2 Passfotos im Original (etwa 3,5 × 4 cm, Brustbild, ohne Kopfbedeckung, keine Farbkopien)
- Kopie der Geburtsurkunde (bei ausländischen Antragstellern genügt eine Kopie des Reisepasses)
- Meldezettel
Vorgemerkt wirst du erst, wenn die Unterlagen da sind, spätestens 14 Werktage vor dem Termin. Die Einladungen gehen nach Eingangsdatum hinaus, etwa zwei Wochen vor der Prüfung. Kannst du nicht antreten, sag bitte ab: Wer unentschuldigt fehlt, zahlt die Eingabegebühr.
Quelle: Fernmeldebehörde, Prüfungen allgemein, und Flugfunk, Stand 19.10.2026
Kosten
| Prüfungsgebühr je Kategorie, inkl. Eingabegebühr | 122,74 € |
| Ergänzungsprüfung (Aufstocken), inkl. Eingabegebühr | 100,94 € |
| Zeugnisgebühr nach bestandener Prüfung | 21,00 € |
| Nicht angetreten (Eingabegebühr) | 21,00 € |
Quelle: Fernmeldebehörde, Flugfunk: Prüfungskosten, Stand 19.10.2026
Nicht bestanden oder aufstocken
Wiederholung: Sie umfasst alle Gegenstände und ist in derselben Kategorie frühestens nach drei Monaten möglich. Zu einer anderen Kategorie kannst du dich zum nächsten freien Termin anmelden.
Aufstocken (zum Beispiel vom BFZ zum EFZ): In Recht und Sonderbestimmungen werden nur die Fragen geprüft, die beim ersten Zeugnis noch nicht dran waren. In Technik nur die Fragen, die im Katalog mit (A) markiert sind.
Quelle: Fernmeldebehörde, Flugfunk: Ergänzungs- und Wiederholungsprüfungen, Stand 19.10.2026
Was du lernen musst
Die Kenntnisse erwirbst du im Selbststudium oder in einem privaten Kurs, das Fernmeldebüro bietet keine Kurse an. Maßgeblich sind:
- die Funker-Zeugnisverordnung (FZV) mit dem Prüfungsumfang,
- die Fragenkataloge für Recht, Technik und Sonderbestimmungen,
- die Sprechfunkverfahren der Austro Control, derzeit AIC A 8/25, in Kraft seit 1. Mai 2025,
- die Hinweise zur Phraseologie der Austro Control.
Quelle: Fernmeldebehörde, Flugfunk: Erforderliche Kenntnisse, Stand 19.10.2026
Unsere Tipps aus der Ausbildung
- Hör dir eine Prüfung an. Wer einmal zugehört hat, geht viel ruhiger hinein. Vereinbare dafür rechtzeitig einen Termin.
- Übe jedes Beispiel bis Stufe 4. In der Prüfung gibt es keinen Text und kein Muster. Im Funktrainer zeigt dir die Ampel auf der Übersicht, wann du so weit bist.
- Mach vorher eine Probeprüfung mit einem Lehrer, am besten mit einem Beispiel, das du noch nicht kennst.
- Plane die Anmeldung früh. Termine richten sich nach der Nachfrage und sind oft schnell ausgebucht.
